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Die
Landwirtschaft in unserem Kurort konnte ihren bäuerlichen Charakter
weitgehend erhalten. Waren es vor ca. 20 Jahren noch an die 200
Bauernhöfe, so schrumpfte diese Zahl, durch Technisierung und Entstehung
großer rationeller Einheiten, bis heute auf 95 Aktive zusammen. Davon
werden 35 Höfe im Vollerwerb mit einer durchschnittlichen
Flächenausstattung von 20 ha geführt und 60 Betriebe in sogenannter
"Erwerbskombination" mit 11 ha Grund im Mittel.
Im Bezirk Wels-Land ist es eine Rarität, dass eine Gemeinde noch mehr
als 30 Milchviehhalter hat.
Die hügelige Landschaft bedingt einen sehr hohen Anteil an Wiesen, der
traditionell mit Rinderhaltung verbunden ist.
Die Pflege von Obstgärten, Steilflächen, Feldrainen und Straßenrändern
gehört fest in den Jahresablauf der Bauernarbeit und trägt wesentlich
zum gepflegten Landschaftsbild bei.
Zu einer bäuerlichen Traditionsveranstaltung wurde in den letzten Jahren
die "Mostkost". So richtige" Mosthäuser" gibt es schon Jahrzehnte,
besonders in den angrenzenden Ortschaften.
Die Jury zur Verkostung setzt sich seit 12 Jahren aus den Vereinen
und
aus dem öffentlichen Leben in Bad Wimsbach-Neydharting zusammen und
umfasst ca. 30 Personen. Bei der Prozedur der Bewertung der Mostproben
kommt es alljährlich zu den lustigsten Szenen, wobei es aber bei der
Einstufung der Möste nur zu geringen Abweichungen kommt.
Die Mostkost selbst findet immer Samstag abends statt und wird sonntags
mit einem Frühschoppen beendet.
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