Verschiedene Funde in Eberstalzell weisen darauf
hin, dass Teile dieses Gebietes bereits von den Römern bewohnt waren.
Erwähnt wird der Ort erstmals 777 nach Christus in
der Gründungsurkunde von Kremsmünster. Deren Mönche errichteten die
erste Kirche, diese wurde jedoch zerstört.
Am Ende des 10. Jahrhunderts wurde das neue, hölzerne Gotteshaus dem hl.
Ulrich geweiht. Im 15. Jahrhundert wurde dieses durch ein größeres mit
Quadersteinen und einem Zwickelturm ersetzt.
Die jetzige Form erhielt der Turm im 18. Jahrhundert als man eine hohe
Doppelkuppel auf die Glockenstube setzte. In der Zeit von 1866 bis 1882
fand eine große Kirchenrenovierung statt. Im Zuge derer erhielt die
Kirche einen neugotische Einrichtung.
Anschließend konnten noch vier farbige Glasfenster im
Mittelteil der Kirche eingebaut werden. Bei dem Kirchenraum handelt es
sich um eine zweischiffige Halle, die durch zwei Mittelpfeiler
gegliedert ist. Im Sinne des spätgotischen Stils wurde sie von einem
reichen Stern- und Netzrippengewölbe überspannt.
In der Kapelle sehen wir einen schmalen angebauten
Holzaltar, darüber eine Grotte mit einer ‚Lourdes Marien Statue’.
An der Decke sehen wir die Jahreszahl 1837,
vermutlich das Erbauungsjahr. Da sich die Marienerscheinung in Lourdes
erst 1858 ereignete, muss es bei der Errichtung eine andere Ausstattung
gegeben haben.
Zwei Stuhlreihen aus Holz bieten 12 Personen eine Sitzgelegenheit. Der
Eingang ist mit einem schmiedeeisernen Gitter abgeschlossen. Dichter
Flieder hüllt die Kapelle ein.
Die Einweihung der ersten Kapelle, die überwiegend
in Holzbauweise errichtet wurde, war am 6. September 1846.
Ein orkanartiger Sturm zerstörte 1929 die Kapelle
vollständig. Bereits 1931 wurde sie in Massivbauweise und nach Norden
vergrößert, wieder errichtet. An der Westseite über dem Eingang wurde
ein Turm von ca. 10 m Höhe angebaut, der 2 Glocken beherbergt.
Die Einweihung des Neubaues erfolgte am 15. August 1932. Organisator für
den Aufbau war Bürgermeister Neuböck. Eine Innen- sowie Außenrenovierung
war im Jahr 1959 notwendig. 1993 wurde das Dach mit Tonschindeln neu
gedeckt und am Nordfirst ein schönes Kreuz in Kupferausführung
angebracht.
Auf Initiative von Franz Weingartner ‚Veitlbauer
in Spieldorf’, wurde anstatt der dort befindlichen Holzkapelle im Jahr
1936 die jetzige gebaut.
Eingeweiht wurde sie am 3. Mai 1937 durch Herrn
Dechant P. Felix Wieser. Der Ostgiebel trägt ein kleines Türmchen mit
einem Kreuz und zwei kleinen Glocken. Zwei schmale Fenster in gotischer
Spitzform sorgen für die Belichtung dieser Kapelle.
Am oberen Rand der Eingangstür finden wir zwei Hinterglasbilder, die
Maria Magdalena und Franz von Sales darstellen. Im Innenteil der Kapelle
befindet sich ein kleiner, angebauter, vorspringender Altar. Darüber
eine Grotte mit der Marien Statue von Lourdes mit folgendem Spruch:
‚Unter deinem Schutz und Schirm fliehen wir o unbefleckt Empfangene’.
Daneben sehen wir auch Statuen von Herz Jesu und dem Hl. Josef. Kleine
Kreuzwegbilder an den Seitenwänden und an der Rückseite ein großes Kreuz
mit Corpus runden die Innengestaltung dieser Kapelle ab. Eine
Renovierung innen und außen, sowie die Erneuerung des Daches und des
Turmes war im Jahr 1980 notwendig.
Bei der Renovierung im Jahr 1977 wurde das Innere
dieser Kapelle neu gestaltet.
Im Giebel befindet sich ein schmiedeeisernes Kreuz.
Unter diesem Kreuz steht der Spruch: ‚In diesem Zeichen wirst du
siegen’. Im Inneren dieser Kapelle befindet sich ein holzgeschnitztes
Relief, das die schmerzhafte Gottesmutter zeigt.
Im rechten sowie im linken Teil der Kapelle gibt es zwei Statuen die den
Hl. Florian und den Hl. Sebastian darstellen. Über einem kleinen
freistehenden Altar findet man eine kleine Messingampel. Die Kapelle ist
begehbar und mit einem schmiedeeisernen Gitter abgeschlossen. Die
Ursache der Errichtung ist unbekannt, vermutet wird ein Unfall.
Über die Ursache der Errichtung dieser Kapelle ist leider nichts
bekannt.
Im Jahr 1985/1986 wurde diese Kapelle gründlich renoviert. Im
Eingangsgitter ist die Jahreszahl der Erbauung 1877 angebracht, sowie
auf einer verzierten Holzleiste finden wir den Namen ‚Barbara Zwittl’.
Im Giebel über dem Eingang sehen wir die bildliche Darstellung der
Flucht aus Ägypten. Im Innenraum dieser Kapelle finden wir eine
Fatimastatue (gestiftet von der Fam. J. und K. Syböck) und als
Hintergrund die Erscheinungseiche mit den Seherkindern. Die Segnung der
renovierten Kapelle wurde am 19. Oktober 1986 durch P. Lukas Auinger
vorgenommen.
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